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Slackline



HighlineEbenso wie viele andere Trendsportarten kommt das Slacken aus den USA und findet auch hierzulande immer neue Anhänger. Dabei liegen die Ursprünge dieses Sports schlicht in dem seit Jahrtausenden populären Seiltanz.

Beim Slacklining wird jedoch im Gegensatz zu dem artistischen Drahtseilakt auf einem flexiblen dynamischen Schlauchband balanciert, das an den Enden jeweils fixiert ist und eine Breite zwischen 25 mm und 35 mm aufweisen kann. Deshalb nutzen Slackliner oftmals auch Absperrungen oder Taue zur Ausübung ihrer Sportart in freier Wildbahn. Hier liegen übrigens auch die Wurzeln dieser Sportart, denn das Slacklinen wurde erstmals im amerikanischen Yosemite – Nationalpark der 60er Jahre von den Kletterern Adam Grosowsky und Jeff Ellington praktiziert. Die beiden begannen während der Wettkampfpausen mit dem Balancieren auf Absperrungen und Seilen, wobei sie dadurch Balance und Gleichgewicht trainieren wollten. Außerdem profitiert die gesamte statische und stützende Muskulatur des menschlichen Körpers von dem Training im Slacklinen. Nach und nach entwickelte sich das Slacklining in den letzten Jahren dann zu einer eigenständigen Funsportart.

Zwar gab es in Europa schon in den 70er und 80er Jahren erste Bemühungen von Kletterern und Skiläufern diese Sportart als Trainingsmittel zu etablieren, doch der Durchbruch auf breiter Front gelang erst nach der Jahrtausendwende. Mittlerweile buhlen auch hierzulande zahlreiche Verbände und Vereine um die Gunst der Slackliner.

Allerdings ist beim Slacklinen nicht nur Körperbeherrschung erforderlich, sondern auch Koordinationsfähigkeit und Gleichgewichtsgefühl sind gefragt. Fortgeschrittene geben sich schließlich nicht nur mit dem bloßen Überqueren des Seils zufrieden, vielmehr beherrschen sie zudem zahlreiche Moves und Tricks. Mittlerweile haben sich die verschiedensten Teildisziplinen des Slacklinens herausgebildet. So greifen Sportler beim Lowlines oder Tricklines auf ein besonders niedrig gespanntes Band mit relativ weichem Untergrund zurück, um schnell abspringen zu können und Verletzungen zu vermeiden. Beim so genannten Long Lines muss eine möglichst lange Linie bewältigt werden, die aufgrund ihrer Länge sehr viel stärkeren Schwingungen ausgesetzt ist als ein `normales´ Band. Die Rodeo- oder Freestylevariante hingegen zeichnet sich durch ihre von vornherein schlappe Aufhängung aus und dient häufig dem Training für die Longlines. Highlines sind in einer Höhe von bis zu einigen hundert Metern befestigt und erfordern durch den nicht möglichen Absprung ganz besondere Fertigkeiten des Slackliners. Der Absicherung des Sportlers, die ähnlich wie bei Kletterern gehandhabt wird, gilt hier ganz besondere Aufmerksamkeit. Steigender Beliebtheit erfreuen sich gerade in den Sommermonaten die Wasserlines, die sich ganz besonders zum Training aufwendiger Tricks eignen.

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Ein Kommentar zu “Slackline”

  1. Danke Adam Grosowsky und Jeff Ellington für diese tolle Sportart mit Suchtfaktor.

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